Landesdelegierten - versammlung

59. Landesdelegiertenversammlung des Schützenverbandes Hamburg und Umgegend:

 
Überwältigende Mehrheiten und neue Gesichter
 
Die eindrucksvollste Anerkennung für gute Arbeit waren die überwältigenden Mehrheiten in den Beschlussfassungen, mit denen die 236 Stimmberechtigten der 59. Delegiertenver¬sammlung des Schützenverbandes Hamburg und Umgegend dem Präsidenten Lars Bathke und seinen Vizepräsidenten Heinz-Heinrich Thömen und Eckard Missfeld das Vertrauen in der Stadthalle Winsen aussprachen. 
 
Mit Spannung wurde der Haushaltsplan des Schatzmeisters Peter Wiechers, der seit gut einem Jahr im Amt ist und die gesamte Buchhaltung des Verbandes neu organisiert hat, erwartet. Doch auch hier: Nur einige wenige Verständnisfragen und dann die einstimmige Entlastung des Präsidiums sowie des Landesschatzmeisters und die Verabschiedung des Entwurfes für das laufende Jahr. Die Rechnungsprüfer mahnten darüber hinaus an, die Rücklagen des Verbandes  - die in den vergangenen Jahren auf Wunsch der Delegierten immer weiter abgebaut worden sind – wieder aufzustocken: „Sonst laufen wir Gefahr, handlungsunfähig zu werden, wenn sich Beiträge unser Mitglieder auch nur kurzfristig verspäten!“ Vor dem Hintergrund der sinkenden Zuwendungen durch den Hamburger Sportbund ein bedeutsames Thema, das im Vorfeld der nächsten Landesdelegiertenversammlung zur umfassenden Erörterung ansteht.
 
Auch personelle Veränderungen standen auf der Tagesordnung: Uwe Engling vom SV Eckel war vom Präsidium nach dem Tod von Willi Netzler (SV Rönneburg) zum kommissarischen Landesschriftführer ernannt worden. Die Delegierten bestätigten ihn ebenso einstimmig im Amt, wie den vom Landesjugendtag gewählten neuen Landesjugendleiter, Wolfhard Walde. Das Amt des 3. Rechnungsprüfers übernimmt künftig Helmut Rosenfelder (Sportgemeinschaft Hamburger Sparkasse). Vier Mitglieder des Ehrenrates Kar l- Heinz Janke (Hmb. Sportschützen), Dr. jur. Henning von Wedel (SGi Sachsenwald), Jens - Peter Orth (Eißendorfer SV), Jürgen Stöver (SV Buchholz 01) werden auch weiterhin als höchste Schiedsstelle im Landesverband tätig sein und künftig durch den hinzu gewählten Adolf Wübbe (SV Glüsingen) unterstützt.
 
Mit Spannung erwarteten die Delegierten den Tagesordnungspunkt Einführung eines Vereins-Verwaltungsprogramms, des so genannten Mitglieder-Manager: „Leider wird es auf Bundesebene kein einheitliches Programm geben, dem entgegen stehen die strukturellen Besonderheiten der einzelnen Landesverbände“, erklärte Schützenpräsident Lars Bathke und bat die Delegierten um Geduld: „Schnelle Lösungen gibt es leider nicht oder besser gesagt, sie wären über alle Maßen kostspielig.“ 
 


Schützenpräsident Lars Bathke (links) freute sich, den DSB-Vizepräsident Jürgen Kohlheim als Ehrengast bei der Landesdelegiertenversammlung begrüßen zu dürfen
Ehrengast Jürgen Kohlheim, Vizepräsident des DSB,  unterstrich in seiner Rede die Wertigkeit und Bedeutung des Sportschießens im Deutschen Schützenbund mit seinen 1,5 Millionen Mitgliedern: „In diesem Jahr feiert unser Verband das 150jährige Jubiläum, wir sind damit neben den Turnern der älteste Sportverband in Deutschland!“ Auf diese Gegebenheit solle der Fokus in Zukunft ebenso gerichtet werden, wie der stolze und optimistische Rückblick auf 150 Jahre ehrenamtlichen Engagements für das Gemeinwesen: „Mit den sportlichen Erfolgen wächst auch das Ansehen für unseren Sport in der Gesellschaft.“ Um in Zukunft die Jugend verstärkt anzusprechen und einzubinden nannte der DSB-Vizepräsident in erster Linie die Förderung des Bogensports und des Lichtpunktschießen.
 
Einen Weg, den auch der Schützenverband Hamburg eingeschlagen hat und so steht neben der Förderung des Nachwuchses in den Jugendkadern eine breitensportliche Förderung im Vordergrund: „Um Spitzensportler generieren zu können, brauchen wir eine breite Basis, einen tragfähigen Unterbau. Dafür entwickeln wir auf Landesebene Konzepte, um den Kindern und Jugendlichen ein attraktives Angebot machen zu können“, betont Landesjugendleiter Wolfhard Walde, der als eine ausbaufähige Variante die Kooperation mit Schulen nannte. Zusammen mit der  Steigerung der Qualität in den Aus- und Fortbildungsprogrammen durch Landeslehrwart Joachim Heinrichs wird den Vereinen auf diese Weise künftig eine noch zielgerichtetere Jugendarbeit und Talentförderung ermöglicht.
 


Die Landesreferenten für Waffenrecht, Bernd Kohrs (links) und Thomas Glawe wurden für ihr unermüdliches Engagement mit der silbernen Ehrennadel des Landesverbandes ausgezeichnet
 
Eine „Nulltoleranz in Sachen Waffenaufbewahrung“ betonten Jürgen Kohlheim in seiner Ansprache ebenso, wie auch die beiden besonderen Vertreter für waffenrechtliche Angelegenheiten, Thomas Glawe und Bernd Kohrs. Um den unermüdlichen Einsatz der zwei Landesreferenten angemessen zu würdigen, wurden sie mit der silbernen Ehrennadel des Landesverbandes ausgezeichnet. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Text und Fotos: Astrid Külper (Landespressereferentin)



Veröffentlicht am
07:54:22 07.04.2011