Michael Müller holt WM-Bronze

Mit der Bronze - Medaille in der Mannschaftswertung und einem hervorragenden 8. Platz als Einzelschütze im Gepäck kehrte Michael Müller, Landesbogenreferent des Schützenverbandes Hamburg und Umgegend, von der Para – Archery - Weltmeisterschaft aus Nymburk / Tschechien zurück: „Ich bin überglücklich“, erklärt der Compound-Schütze und fügt lächelnd hinzu: „so eine WM zu schießen, das ist schon was ganz anderes als eine Landes- oder Deutsche Meisterschaft“. Trotz der Routine der vielen vorangegangenen Wettkämpfe: „Man wird beim Finale von einer Abordnung auf den Court geführt. Die Fotografen stehen während des Schießens nur drei Meter entfernt und wuseln mit ihren Kameras rum, das alles sorgt schon für Gänsehaut-Feeling.“

 

Die weltweit besten 250 Bogenschützen aus 35 Nationen nahmen an der FITA World Championchip Para 2009 im tschechischen Nymburk bei Prag teil. Schon die Qualifikationsrunde auf 90, 70, 50 und 30 Metern lief für den in der Open Compound Men – Klasse startenden Schützen - mit 55 Startern das stärkste Teilnehmerfeld - viel versprechend ab. Die Platzierung im Mittelfeld sorgte für eine gute Ausgangsposition im Finale. In der ersten Finalrunde galt es den Italiener Falcier aus dem Rennen zu schlagen. In Runde zwei war dann eine richtig „harte Nuss“ zu knacken: den auf Platz 5 gesetzten Kanadier Robert Cox. Mit 111 zu 107 konnte Michael Müller auch diese Hürde nehmen. Jetzt stand das Achtelfinale an. Der in der Weltrangliste auf Nummer 10 geführte Schwede Tornstrom war der Konkurrent, den es zu schlagen galt. Der Start in diesem Match war alles andere als hoffnungsvoll für den Landesreferenten: Nach den ersten 6 Pfeilen lag er mit 51 zu 56 hinten, doch mit einer lupenreinen 60zig aus der letzten Runde wurde auch dieser Gegner mit 111 zu 106 bezwungen.

Im Viertelfinale kam dann leider das Aus. Der US Amerikaner Mize gewann dieses Match mit 112 zu 105. Am Ende hieß es dann Platz 8 in einem hochkarätig besetzten Starterfeld, einen Platz vor dem Koreaner Lee Ouk Sook, der den Weltrekord in der Qualifikationsrunde auf 1392 von 1440 möglichen Ringen geschraubt hatte. Eine hervorragende Leistung in der Einzelwertung für Michael Müller bei seiner ersten WM-Teilnahme.

Mit der Mannschaft wurde dann die begehrte Medaille errungen. Im Achtelfinale wurde zuerst Frankreich, dann im Viertelfinale die an Nummer 2 gesetzte Mannschaft aus den Vereinigten Staaten geschlagen. Der Einzug ins Halbfinale war geschafft. Hier war England – besetzt mit dem amtierenden Olympiasieger Stubbs und dem WM Dritten Stevens – der Gegner. Das deutsche Team begann stark musste sich dann aber knapp geschlagen geben. Im kleinen Finale um die Bronze Medaille behielt das deutsche Trio Michael Arenz, Michael Müller und Ernst Ortlieb immer die Oberhand und besiegte Russland mit 216 zu 213 Ringen.

Astrid Külper

(Landespressereferentin)

Foto: Sonja Zellmann




Veröffentlicht am
12:00:00 25.08.2009