News > Der 59. Deutsche Schützentag - eine rundum gelungene Veranstaltung

„Wenn man in so viele strahlende Gesichter gesehen und so viele Komplimente für die gelungene Durchführung bekommen hat, dann weiß man, dass sich jeder einzelne Tag der sechs Jahre Vorbereitung gelohnt hat“, so lautet das Resümee von Schützenpräsident Lars Bathke zum Deutschen Schützentag 2015 in Hamburg. Und er setzt hinzu: „Der Dank des Landesverbandes gilt den vielen Unterstützern, die geholfen haben, die Veranstaltung für so viele Menschen zu einem erlebnisreichen Besuch in Hamburg zu machen, an den sie sich noch lange positiv zurückerinnern werden.“

Auftakt zum großen Festumzug auf dem Rathausplatz: Schützen, so weit das Auge reicht.

Den Auftakt des Deutschen Schützentages bildete der feierliche Senatsempfang durch den Schirmherrn, den Ersten Bürgermeister Olaf Scholz, im Kaisersaal des Hamburger Rathauses. In seiner Rede stellte der Bürgermeister die Bedeutung des Schützenwesens und der ehrenamtlichen Aktivitäten in den 140 Vereinen des Landesverbandes sowie die Durchführung des
59. Deutschen Schützentages als eine überaus positive Werbung für die Hansestadt heraus.

Präsident Lars Bathke und Vizepräsident Heinz-Heinrich Thömen überreichen Bürgermeister Olaf Scholz als Gastgeschenk einen der begehrten Erinnerungs-Krüge mit dem Hamburger Staatswappen im Deckel, die es nur in einer streng limitierten Auflage gibt.

Schützenpräsident Lars Bathke vergaß im feierlichen Rahmen nicht, das verbindende und menschliche Element im Schützenwesen zu betonen und gratulierte Vizepräsident Heinz-Heinrich Thömen mit einem Augenzwinkern während seiner Ansprache: „Mein lieber Heinz, jetzt feiern wir heute deinen 69. Geburtstag im Hamburger Rathaus. Ich weiß im Moment nicht, womit wir das im nächsten Jahr zu deinem Siebzigsten noch übertreffen können.“

Bürgermeister Olaf Scholz, DSB-Präsident Heinz-Helmut Fischer und Innensenator Michael Neumann beim Senatsempfang im Rathaus.

Von seiner schönsten Seite zeigte sich die Hansestadt am Freitagnachmittag, als das Schaufelradschiff Louisiana Star von der HafenCity aus für über drei Stunden mit 500 Gästen an Bord „in See stach“. Entlang der Hamburger Landungsbrücken ging es bis zu den Elbstränden in Blankenese und zurück durch den Köhlbrand und andere Nebenarmen der Elbe, vorbei an den beeindruckenden Containerriesen bis zurück zur Kehrwiederspitze. Vor dem Anlegen gab es noch eine Begegnung der ganz besonderen Art: Flankiert von einem Feuerlöschboot kam das Kreuzfahrtschiff MSC Splendida – zum Anfassen nahe – der Louisiana Star entgegen.

Mit dem Einzug der Landesbanner wurde der Festakt zum 59. Deutschen Schützentag im CCH traditionell eröffnet. In dessen Rahmen wurde auch ein Mitglied des Präsidiums des Schützenverbandes Hamburg für sein jahrelanges Engagement ausgezeichnet: Landessportleiter Kurt Narten wurde das Ehrenkreuz in Gold - Sonderstufe des Deutschen Schützenbundes verliehen.
Günter Schröder, Ehrenpräsident des Schützenverbandes Hamburg, wurde mit dem  Protektorabzeichen in Gold ausgezeichnet.

Während die Delegierten mit wichtigen Entscheidungen die Weichen für den Deutschen Schützenbund in Richtung Zukunft stellten, konnten die Partner im Rahmen eines umfangreichen Begleitprogramms die Hansestadt in vielfältiger Weise kennenlernen: Die Gäste konnten wählen zwischen dem Besuch des Miniatur Wunderlands, einer Fleet- oder Kanalfahrt, sowie der großen Stadtrundfahrt.

Der Nachmittag stand ganz im Zeichen des Festumzuges durch die Hamburger Innenstadt zum Michel. Der Rathausmarkt konnte kaum genügend Platz bieten, um die mehr als 3000 Schützen und Spielleute aus ganz Deutschland aufzunehmen. Imposant hallten die Schüsse des Böllerregiments von den Mauern des Rathauses wider, bevor Innensenator Michael Neumann flankiert von Präsident Lars Bathke und Vizepräsident Heinz-Heinrich Thömen den Fahnenausmarsch, unter dem Banner des Deutschen Schützentages 2015 hindurch, anführte. Um die besondere Wertschätzung für die Großveranstaltung hervorzuheben, wurde dem Schützenverband Hamburg die seltene Ehre zuteil, die Fahne der Veranstaltung über dem Rathausportal hissen zu dürfen.

Letzter offizieller Auftritt des alten Landesbanners im Michel, bevor das neue feierlich seiner Bestimmung übergeben wird.

Der Festumzug durch die Hamburger City endete mit dem imposanten Einzug der Fahnen und Banner unter Fanfarenklängen in die Hauptkirche St. Michaelis zu Hamburg, von den Hamburgern liebevoll Michel genannt. Um 16.00 Uhr eröffnete Hauptpastor Alexander Röder gemeinsam mit der Bischöfin Kirsten Fehrs und Weihbischof Dr. Jaschke den ökumenischen Festgottesdienst. Am Beginn des Gottesdienstes in der mit rund 1900 Schützen vollbesetzten Kirche stand die feierliche Weihe des neuen Landesbanners durch Hauptpastor Röder unter Mitwirkung des Paten Hans-Heinrich von Schönfels (Vizepräsident Tradition und Brauchtum des DSB und Präsident des Hessischen Schützenverbandes).  Für Begeisterung sorgten auch die Spielleute des Ausbildungs-zentrums Kampen, die zwei Stücke aus ihrem Repertoire spielten. Schützen, die keinen Platz im Michel gefunden hatten, konnten das Geschehen per Liveübertragung bei strahlendem Sonnenschein auf der Großleinwand verfolgen.

Den Abschluss des 59. Deutschen Schützentages bildete der festliche Bundesschützenball im CCH, in dessen Mittelpunkt die Proklamation der neuen Bundesmajestäten stand. Bevor die überraschenden Ergebnisse des Bundeskönigsschießens bekannt gegeben wurden – an der Spitze der Würdenträger stehen ausschließlich Schützinnen – wurden für ihre besonderen Verdienste um den Schützentag drei Mitglieder des Schützenverbandes Hamburg mit der Präsidentenmedaille des Deutschen Schützenbundes ausgezeichnet: Heinz-Heinrich Thömen (gold), Hans-Ulrich Kosubeck (silber), Astrid Külper (bronze).

Als Showeinlage sorgte ein Elvis Double beim Bundeskönigsball für gute Laune.


Doch im Schützenverband Hamburg legt man nach dem Abschluss der gelungenen Großveranstaltung nicht die Hände in den Schoss: „Jetzt unterstützen wir die Bewerbung der Hansestadt um die Olympischen Spiele. Wir sind Feuer und Flamme für Hamburg!“, betont Präsident Lars Bathke.





Veröffentlicht am
18:14:00 26.05.2015