Gemeinsam gegen die Sportsteuer

Auch zukünftig Medaillen aus der Mitte der Gesellschaft

„Wenn in Bremen eine Waffensteuer eingeführt wird, werden andere Kommunen folgen. Es wird dann den Sport, wie wir ihn kennen, nicht mehr geben: Kein Breitensport, kein Leistungsport, keine Medaillen mehr für Deutschland bei den Olympischen Spielen, bei Weltmeisterschaften, im Biathlon … das wäre dann alles vorbei!“ Thomas Glawe, Waffenrechtsreferent des Schützenverbandes Hamburg und Umgegend, fand deutliche Worte. Der Landesverband hatte angesichts der aktuellen Entwicklungen in Bremen – dort nimmt die Planung zur Einführung einer Waffensteuer seitens der SPD konkrete Formen an –  zur Informationsveranstaltung nach Ohlendorf eingeladen. 
 
Mehr als 150 interessierte Sportwarte und Vereinsvorsitzende waren der Einladung des Verbandes gefolgt,  um den Ausführungen der Hamburger Waffenrechtsreferenten Thomas Glawe und Bernd Kohrs,  dem Präsidium des Hamburger Schützenverbandes, dem Präsidenten des benachbarten Verbandes NDSB, Peter Eyferth, Axel Rott  (Niedersächsischer Sportschützenverband) und Jürgen Wintjen, Präsident des Bezirksschützenverbandes Bremerhaven – Wesermünde zu folgen. Die Bedeutung der Veranstaltung wurde zusätzlich durch die Anwesenheit des Vizepräsidenten des Deutschen Schützenbundes, Jürgen Kohlheim, der extra aus Wiesbaden nach Hamburg gekommen war, unterstrichen: „Wir sind mit den Parteien in Bremen im Kontakt und werden gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund tätig!“ Der Rechtsanwalt wies auch noch einmal deutlich auf die Fragestellung hin, ob eine solche Steuer denn überhaupt verfassungskonform sei.
 
Einen wichtigen Stellenwert wird künftig die Außendarstellung der Schützen und eine gut strukturierte Lobbyarbeit sein: „Wir dürfen uns da nichts vormachen, wir werden Geld in die Hand nehmen müssen, denn uns gegenüber sitzen gut bezahlte Profis, die regelrecht Stimmung gegen uns machen und Ängste schüren!“ mahnte Jürgen Wintjen, Präsident des Bezirksschützenverbandes Bremerhaven – Wesermünde. „Und was hier in Hamburg in punkto positiver Darstellung des Schützenwesens und Aufklärungsarbeit geschieht, ist ein toller Anfang!“.
 
„Der ganze Norden sitzt hier am Tisch“, erklärte der Hamburger Schützenpräsident Lars Bathke, „wir sprechen hier immerhin für über 400 000 Schützen“. Menschen aus der Mitte der Gesellschaft, wie er betonte: „Und wir sind nicht bereit uns durch Diskriminierung oder Panikmache an den Rand drängen zu lassen. Sportgeräte sind steuerfrei und wir alle kämpfen dafür, dass das auch in Zukunft so bleibt!“
Bild und Text: Astrid Külper (Landespressereferentin)
 
 
 
Jürgen Kohlheim, Vizepräsident des DSB, war extra für die Veranstaltung von Wiesbaden nach Hamburg gekommen.    
 



Veröffentlicht am
12:00:00 02.02.2012